Alina Baumann: Wer ist die Witwe von Tim Lobinger?

Alina Baumann ist Fernsehmoderatorin und Journalistin aus München. Als Frau des deutschen Stabhochspringers Tim Lobinger war sie jahrelang in der deutschen Boulevardpresse präsent. Die beiden trennten sich 2016. Als Lobinger am 16. Februar 2023 in München starb, gehörte Alina zu den acht Personen, die in seinen letzten Stunden an seinem Bett saßen.



Auf einen Blick: Alina Baumann

AngabeDetails
GeburtsnameAlina Baumann
Verheirateter NameAlina Lobinger
BerufFernsehmoderatorin, Journalistin
WohnortMünchen
Geburtsjahrca. frühe 1980er Jahre
SohnOkkert Lobinger (geb. Oktober 2015)
Ex-MannTim Lobinger (3. September 1972 bis 16. Februar 2023)

Fernsehmoderatorin bei münchen.tv

Alina Baumann arbeitete als Journalistin und Fernsehmoderatorin beim Münchner Lokalsender münchen.tv. Die Deutsche Presse-Agentur bezeichnete sie in ihrer Berichterstattung nach Tim Lobingers Tod schlicht als „die Journalistin“.

Als Moderatorin präsentierte sie im September 2010 vor der Bavaria-Statue die Trachtenmoden des Münchner Oktoberfests, gekleidet in ein Dirndl aus dem Haus Julia Trentini. Im Juli 2011 lief sie bei der Modenschau derselben Designerin im Hotel Vier Jahreszeiten in München.


Tim Lobinger und Alina Baumann

Alina und der frühere Stabhochspringer Tim Lobinger lernten sich 2002 kennen. Lobinger war damals bereits zweifacher Olympiateilnehmer und Europameister in der Halle; im folgenden Jahr holte er in Birmingham den Weltmeistertitel.

Als Paar traten sie beim Barbara Day, der GQ-Männer-des-Jahres-Verleihung und bei Veranstaltungen der Deutschen José-Carreras-Leukämie-Stiftung auf. Neun Jahre nach dem Kennenlernen heirateten sie. Im August 2011 gaben sie sich in Bad Wiessee am Tegernsee das Jawort. Alina trug ein Couture-Dirndl mit Spitzenschleier, Tim erschien in Lederhose.


Okkert: Ein Name aus Südafrika

Im Oktober 2015 kam ihr Sohn zur Welt. Tim Lobinger wollte ihn nach einem alten Freund aus Südafrika benennen, der von der Anfrage so überrascht war, dass er einfach zustimmte.

Okkert Brits gehörte in den 1990er Jahren zur Weltspitze im Stabhochsprung. Sein persönlicher Rekord von 6,03 Metern aus dem Jahr 1995 ist bis heute der afrikanische Rekord. Lobinger und Brits wurden aus jahrelangem Wettkampf heraus enge Freunde.

In einem Interview mit t-online aus dem Jahr 2018 erklärte Lobinger:

„Wir sind so gut befreundet, dass ich auf die Idee kam, meinen Sohn Okki zu nennen. Ich habe ihn angerufen und gefragt, ob das für ihn okay ist. Das war es, auch wenn er aufgrund der Frage bis heute verwirrt ist.“

Bei der Wahl des Paten gingen Alina und Tim mit derselben Sorgfalt vor. Lobinger beschrieb die Frage, die ihn dabei leitete:

„Wer in unserem Freundeskreis steht für meine Werte und vermittelt diese mit Stolz und Ehre, wenn er sich um den kleinen Okki kümmert?“

Die Wahl fiel auf Joshua Kimmich, den deutschen Fußball-Nationalspieler, der durch Lobingers Fitnesscoaching-Unternehmen „Believe in Your Training“ zu einem engen persönlichen Freund geworden war.


Trennung 2016: Eine Ehe ohne Scheidung

2016 trennten sich Alina und Tim, wie Alina Lobinger nach seinem Tod selbst im Gespräch mit dem Magazin Bunte bestätigte. Scheidungspapiere wurden nie eingereicht. Bis zu Lobingers Tod blieb sie seine rechtmäßige Ehefrau.

Am 3. März 2017 folgte die Diagnose: multiples Myelom, eine Form von Knochenmarkkrebs. Mehrere Chemotherapien und eine Stammzelltransplantation folgten. Als Eltern von Okkert blieben Alina und Tim in Kontakt.


Als Tim Lobinger starb

Nach mehrjährigem Kampf gegen den Knochenmarkkrebs starb Tim Lobinger am 16. Februar 2023 in München. Er war 50 Jahre alt.

Alina war eine der acht Personen an seinem Bett, zusammen mit Joshua Kimmich und dessen Frau Lina. Wenige Tage danach sprach sie mit dem Magazin Bunte:

„Wir waren alle bei ihm, als er seinen letzten Atemzug tat.“

„Bis zuletzt war er auch gut drauf. Erst als die Schmerzen unerträglich wurden, ist er ins Krankenhaus gekommen und ins künstliche Koma versetzt worden.“

Es war das einzige öffentliche Statement, das Alina Lobinger nach Tim Lobingers Tod abgab.

Die Trauerfeier fand am 1. März 2023 in München statt. Rund 200 Menschen kamen, darunter Leroy Sané und der frühere Fußballprofi Mario Gomez. Joshua Kimmich betrat die Trauerhalle an der Seite des siebenjährigen Okkert. Die Feier begann mit dem Coldplay-Lied „Fix You“.


Was macht Alina Baumann heute?

Alina Baumann lebt in München. Beim Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband München ist sie aktiv, einer Organisation, die sich seit 1973 für Kinder und Familien in schwierigen Situationen einsetzt.

Als Trainerin begleitet sie Workshops zu Medienkompetenz und dem Erkennen von Falschinformationen im Netz. Auf LinkedIn stellte sie ihre Haltung offen zur Diskussion: Sie glaube nicht, dass künstliche Intelligenz menschliche Geschichten ersetzen könne. Sie ist bei der BWM Communications GmbH tätig. Interviews hat sie nach Tim Lobingers Tod keine mehr gegeben.

Die Frau, die einmal als Moderatorin vor der Bavaria-Statue für münchen.tv die Trachtenmoden präsentierte, arbeitet heute für den Schutz von Kindern und gegen Falschinformationen im Netz.

Marco Koehler
Marco Koehlerhttps://newzire.de/
Ich bin Marco Koehler, Journalist aus Berlin und Gründer von Newzire. Mein Handwerk habe ich in den Redaktionen mehrerer lokaler und regionaler Verlage gelernt, wo ich rund acht Jahre lang in nahezu jedem Ressort gearbeitet habe, von Kommunalpolitik und Gerichtsberichten über Wirtschaft und Sport bis zu Reportagen über bekannte Persönlichkeiten. Bei Newzire setze ich diese Bandbreite fort: Politik und Wirtschaft, Sport und Tagesaktuelles aus Deutschland und der Welt, dazu Society und Boulevard, Lifestyle, Kultur und die gesellschaftlichen Debatten, die das Land gerade beschäftigen. Die Seite ist am 14. Mai 2026 online gegangen. Ich verantworte sie als Chefredakteur und Hauptautor, unterstützt von einem festen Team aus Redakteurinnen, Redakteuren und Rechercheuren, die Quellen prüfen und Fakten gegenlesen, bevor ein Beitrag erscheint. Mein Grundsatz beim Schreiben ist über die Jahre der gleiche geblieben: erst die Quelle, dann die Geschichte.

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