Hedda Kløvstad Dæhli: Anwältin und Frau von Johannes Thingnes Bø

Hedda Kløvstad Dæhli ist Juristin, Mutter zweier Kinder und seit dem 30. Juni 2018 mit dem norwegischen Biathlon-Star Johannes Thingnes Bø verheiratet. Aufgewachsen in Vestmarka im norwegischen Innlandet, lebt sie heute mit ihrer Familie in Kongsvinger.


Am 18. Januar 2025 erklärte Johannes Thingnes Bø in Ruhpolding seinen Rücktritt, ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina. Vor laufenden Kameras sprach er davon, dass er sechs Saisons lang Weltcup und Familienleben kombiniert habe und nun der Familie Vorrang geben wolle. Seine Frau Hedda Dæhli Bø war auf der Pressekonferenz nicht dabei. Sie war zu Hause in Kongsvinger, wie in den meisten Wochen dieser Jahre zuvor.



Wer ist Hedda Kløvstad Dæhli?

Hedda Kløvstad Dæhli wurde 1993 in Norwegen geboren und wuchs in Vestmarka auf, einer kleinen Ortschaft im Fylke Innlandet, rund 90 Kilometer nordöstlich von Oslo. Sie studierte Rechtswissenschaft und schloss ihr Studium mit einem Master i rettsvitenskap ab, dem in Norwegen regulären Hochschulabschluss für den Anwaltsberuf.

Heute arbeitet sie als Anwältin und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Kongsvinger, unweit des Ortes, in dem sie aufgewachsen ist. Auf Instagram ist sie unter @heddaehlibo aktiv und hat dort rund 37.000 Follower.


Voller NameHedda Kløvstad Dæhli / Hedda Dæhli Bø
Geburtsjahr1993
HerkunftVestmarka, Innlandet, Norwegen
BerufAnwältin (Master in Rechtswissenschaft)
EhemannJohannes Thingnes Bø, verheiratet seit 30. Juni 2018
KinderGustav (Januar 2020), Sofia (Sommer 2023)
WohnortKongsvinger, Norwegen
Instagram@heddaehlibo, ca. 37.000 Follower

Sommer 2015: Der Anfang

Johannes Thingnes Bø und Hedda Kløvstad Dæhli lernten sich im Sommer 2015 kennen. Ein Jahr danach schrieb Hedda auf Instagram, sinngemäß aus dem Norwegischen übersetzt: „Einer der besseren Deals, den ich angetrunken gemacht habe.“ Er hatte sie mit Prosecco bewirtet und gefragt, ob sie ein Paar werden wollten.

Im August 2016 zeigten sich die beiden erstmals öffentlich, bei der Präsentation einer Kleiderkollektion von DJ Kygo in Oslo. Noch im gleichen Jahr zogen sie gemeinsam in eine Wohnung in der Hauptstadt.


Masterstudium, Weltmeisterschaften und ein Antrag

Bei der Biathlon-WM 2017 in Hochfilzen war Hedda nicht dabei. Ihr Masterstudium in Rechtswissenschaft ließ die Reise nicht zu. Johannes erwähnte sie dennoch am Rande der WM: „Sie kann leider nicht hierherkommen und anfeuern. Aber morgen ist Valentinstag.“

Im Dezember 2017 machte er der damals 24-jährigen Hedda den Antrag.

Zwei Monate später, am 15. Februar 2018, gewann Johannes Thingnes Bø in Pyeongchang Olympiagold über 20 Kilometer. Vor laufenden Kameras sagte er:

„Ich habe zwei Goldmedaillen. Eine davon ist viel wichtiger als das, was ich heute gewonnen habe.“

Johannes Thingnes Bø, Pyeongchang, Februar 2018 (Quelle: TV 2 Norwegen)

Er meinte den Verlobungsring an Heddas Hand, die zu diesem Zeitpunkt in Norwegen war.


Hochzeit in der Heimatkirche: 30. Juni 2018

Vier Monate nach Pyeongchang heirateten die beiden in der Vestmarka Kirke in Eidskog, der Heimatkirche von Hedda, im Beisein von Familie, Freunden und Biathlon-Kollegen. Dass er mit 24 Jahren einen Antrag gemacht hatte und mit 25 heiratete, überraschte viele in seinem Umfeld. Johannes Thingnes Bø selbst sah keinen Grund zu warten. „Ich wusste, dass Hedda die Richtige ist. Da hatte es keinen Sinn, länger zu warten“, sagte er danach gegenüber dem norwegischen Blatt Dagbladet.


Gustav, Sofia und das Alltagsleben in Kongsvinger

Im Januar 2020 wurde Sohn Gustav geboren. Fotos teilten die Eltern auf Instagram, das Gesicht des Kindes war dabei nie zu sehen. Im Sommer 2023 kam Tochter Sofia zur Welt.

Die Familie lebt in der Gegend um Kongsvinger, wenige Kilometer von Vestmarka entfernt. Jede Biathlon-Saison, von Oktober bis März, war Johannes auf Weltcup-Reise durch Europa. Hedda blieb mit den Kindern in Kongsvinger, arbeitete als Anwältin und führte einen Alltag, der in den zahlreichen Berichten über ihren Mann kaum vorkommt.


Holmenkollen, März 2025: Das letzte Rennen

Am 22. März 2025 stand Hedda Dæhli Bø am Bügelbrett, als ein TV-2-Kamerateam bei ihr in Kongsvinger klingelte. Sofia und Gustav bereiteten sich auf die Fahrt nach Holmenkollen vor, wo Johannes an diesem Nachmittag zum letzten Mal als Profi starten würde.

Im Interview mit TV 2 sagte Hedda Dæhli Bø: „Jetzt, wo wir uns damit abgefunden haben, überwiegt vor allem die Vorfreude auf das, was kommt. Aber es ist gleichzeitig schwer zu verstehen, dass das das Letzte sein wird, was wir von ihm als aktivem Athleten sehen.“

Auf die Frage, wie sich das Leben nach dem Rücktritt anfühlen werde, sagte sie:

„Krankheit darf jetzt wieder einfach Krankheit sein, nicht mehr so, dass ich damit den Weltcup verliere.“

Hedda Dæhli Bø, TV 2 Norwegen, März 2025 (Quelle: TV 2 Norwegen)

Hedda Dæhli Bø lebt heute in Kongsvinger und ist weiterhin als Anwältin tätig. Johannes Thingnes Bø ist nach seinem Abschluss in Holmenkollen in norwegischen Sportmedien als Kommentator aktiv und stieg in den Laufsport ein, mit Starts beim Grue-Halbmarathon im Mai 2025 und dem Birken-Bergmarathon im Juni 2025. Das Familienleben, das er in Ruhpolding als Grund seines Rücktritts nannte, führen die beiden seit mehr als einem Jahr gemeinsam in Kongsvinger.


Quellen:

Marco Koehler
Marco Koehlerhttps://newzire.de/
Ich bin Marco Koehler, Journalist aus Berlin und Gründer von Newzire. Mein Handwerk habe ich in den Redaktionen mehrerer lokaler und regionaler Verlage gelernt, wo ich rund acht Jahre lang in nahezu jedem Ressort gearbeitet habe, von Kommunalpolitik und Gerichtsberichten über Wirtschaft und Sport bis zu Reportagen über bekannte Persönlichkeiten. Bei Newzire setze ich diese Bandbreite fort: Politik und Wirtschaft, Sport und Tagesaktuelles aus Deutschland und der Welt, dazu Society und Boulevard, Lifestyle, Kultur und die gesellschaftlichen Debatten, die das Land gerade beschäftigen. Die Seite ist am 14. Mai 2026 online gegangen. Ich verantworte sie als Chefredakteur und Hauptautor, unterstützt von einem festen Team aus Redakteurinnen, Redakteuren und Rechercheuren, die Quellen prüfen und Fakten gegenlesen, bevor ein Beitrag erscheint. Mein Grundsatz beim Schreiben ist über die Jahre der gleiche geblieben: erst die Quelle, dann die Geschichte.

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