Louisa Plasberg ist Mitgründerin der Berliner App equaly und Tochter des Fernsehmoderators Frank Plasberg. In „Die Höhle der Löwen“ einigten sich Plasberg und ihre Mitgründerin Ronja Hoffacker mit Janna Ensthaler auf 22,5 Prozent für 200.000 Euro. Die Folge lief am 2. Juni 2025. Zu einem Vertrag kam es nicht, weil sich das Geschäftsmodell von equaly verschoben hatte, wie die Gründerinnen der WirtschaftsWoche in einem Interview vom 4. Juni 2025 sagten.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief der equaly Gründerin
| Angabe | Inhalt |
|---|---|
| Name | Louisa Plasberg |
| Unternehmen | equaly, Berlin, gegründet mit Ronja Hoffacker |
| Funktion | Mitgründerin, laut Konferenzprofil von 2025 auch Geschäftsführerin |
| Ausbildung | Politik und VWL in Mannheim, Berlin und den USA |
| Frühere Stationen | Deutscher Bundestag, Kommunikationsberatung |
| Alter | 32 Jahre bei der Ausstrahlung am 2. Juni 2025 |
| Vater | Frank Plasberg, Fernsehmoderator |
Plasberg studierte Politik und Volkswirtschaft in Mannheim und Berlin sowie in den USA, laut ihrem Profil bei der Konferenz TRANSFORM an der Harvard University und der Columbia University. Nach Stationen im Bundestag und in der Kommunikationsberatung gründete sie equaly, weil sie gesellschaftliche Probleme auch unternehmerisch angehen wollte, so ihr Profil bei der Konferenz re:publica.
Die Abendzeitung und die Ostfriesischen Nachrichten stellten die Unternehmerin als Tochter von Frank Plasberg vor, der bis 2023 „Hart aber fair“ moderierte. Gegenüber der Bild sagte sie laut den Ostfriesischen Nachrichten, ihr Vater unterstütze ihre Arbeit. Er bedauere, als die Kinder klein waren, weniger Zeit mit ihnen verbracht zu haben.
Wie equaly entstand
Vor der Gründung führte Plasberg viele Gespräche mit Personalverantwortlichen und Eltern, darunter mit Hoffacker. Das schilderten die Gründerinnen im Mai 2025 gegenüber startupvalley.news. Hoffacker hatte damals gerade ihre Tochter bekommen und war aus ihrem Job als Unternehmensberaterin bei McKinsey in Elternzeit. Als erster Prototyp diente ein Trello Board.
Paare legen in der App Aufgaben aus Haushalt und Kinderbetreuung an, verteilen sie und haken sie ab, am Laptop, Tablet oder Smartphone. Dazu kommen Live Sessions und Videos, etwa zu Mental Load und Paarfinanzen.
Zur Sendung kostete die Jahresmitgliedschaft 159 Euro. Judith Williams nannte das laut der Abendzeitung „eine große Wette“ und hielt die App für ein Awareness Programm, dessen Ansätze tiefer gehen müssten. Plasberg sagte der WirtschaftsWoche, kurz nach der Aufzeichnung habe equaly ein Monatsabo eingeführt. Die Jahresmitgliedschaften seien dadurch nicht weniger geworden.
Der Deal in der Höhle der Löwen
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| Aufzeichnung, laut WirtschaftsWoche rund ein Jahr vor dem Interview | Die Gründerinnen bitten um 200.000 Euro für 10 Prozent. Ensthaler verlangt 30 Prozent, beide Seiten einigen sich auf 22,5 Prozent. |
| 2. Juni 2025 | Vox zeigt die Folge in der 17. Staffel. |
| 4. Juni 2025 | Die WirtschaftsWoche veröffentlicht das Interview. Darin heißt es, der Deal sei nicht zustande gekommen. |
Ensthaler hatte in der Sendung betont, das Thema liege ihr besonders am Herzen. Plasberg nannte sie im Interview die absolute Wunschlöwin, die Gespräche nach der Aufzeichnung seien gut verlaufen. Als sich schnell abzeichnete, dass sich das Geschäftsmodell verschiebt, kam es nicht zum Deal.
Auf die Frage, ob equaly weiter nach Investoren sucht, antwortete Plasberg, durch das Geschäft mit Arbeitgebern könne das Unternehmen aus eigenen Umsätzen wachsen. Hoffacker sagte: „Das Start-up gehört nur uns beiden.“
Womit equaly Umsatz macht
Diese Angaben machten die Gründerinnen im Interview mit der WirtschaftsWoche:
- 80 Prozent des Umsatzes stammen aus Kooperationen mit Arbeitgebern.
- Mehr als 25 Partnerschaften bestehen, darunter Procter & Gamble, ING, DEG und mehrere Unternehmen aus dem Dax, etwa Beiersdorf.
- Etwa jedes zweite Paar erneuert das Jahresabo.
- Rund ein Viertel der privaten Nutzer sind Männer, etwa ein Drittel der direkt betreuten Nutzer hat noch keine Familie gegründet.
Hoffacker erklärte das Interesse der Arbeitgeber mit dem Fachkräftemangel. Ein Drittel der Mütter kehre nach der Elternzeit nicht an den Arbeitsplatz zurück. Plasberg sieht große Nachfrage nach neuen Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeitgeber hätten früher eine Betriebskita gebaut, die nur wenigen Beschäftigten zugutekam. Angebote für Eltern, die beide Verantwortung übernehmen und ihre Karriere verfolgen, gebe es kaum. Den Gegenwind aus den USA gegen Diversitätsprogramme spüre equaly kaum.
Wer zahlt, wer nutzt die App
Durch die Arbeitgeberkooperationen entstehe eine Trennung zwischen denen, die zahlen, und denen, die die App verwenden, sagte Hoffacker. Sie sieht darin einen Vorteil. Was das für die Aufteilung zu Hause bedeutet, ist offen. Plasberg sagte, eine Verhaltensänderung brauche Zeit, die Daten von equaly wiesen nach drei oder sechs Monaten auf mehr Zufriedenheit bei den Paaren hin. Belege jenseits ihrer eigenen Angaben nannten die Gründerinnen nicht.
Der Gender Care Gap als Hintergrund
Der Gender Care Gap misst, wie viel mehr Zeit Frauen für unbezahlte Care Arbeit aufwenden als Männer. Laut dem Bundesfamilienministerium beträgt er nach der Zeitverwendungserhebung 2022 43,4 Prozent. Berichte vom Februar 2024 nannten zunächst 43,8 Prozent.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gender Care Gap 2022 | 43,4 Prozent |
| Gender Care Gap 2012/13 | 52,4 Prozent |
| Unbezahlte Arbeit pro Woche, Frauen | knapp 29 Stunden |
| Unbezahlte Arbeit pro Woche, Männer | knapp 20 Stunden |
Kurz beantwortet
Wie alt ist die equaly Gründerin?
Die Abendzeitung nannte ihr Alter zur Ausstrahlung am 2. Juni 2025 mit 32 Jahren.
Ist Frank Plasberg ihr Vater?
Ja. Die Abendzeitung nennt sie seine Tochter, sie selbst sprach gegenüber der Bild über ihren Vater.
Was kostet equaly?
Zur Sendung lag der Jahresbeitrag bei 159 Euro. Ein Monatsabo führte equaly kurz nach der Aufzeichnung ein, den Preis nannte das Interview nicht.
Hat equaly einen Investor?
Hoffacker sagte im Interview mit der WirtschaftsWoche, das Unternehmen gehöre den beiden Gründerinnen allein.

