Isabelle Bridges, 45, ist die älteste Tochter des Oscar-Preisträgers Jeff Bridges und arbeitet in Kalifornien als Coach für Mütter. Im Oktober 2020 erschien ihr erstes Bilderbuch „Daddy Daughter Day“ bei Dark Horse Books: Sie schrieb den Text, ihr Vater zeichnete die Bilder und schrieb die Seiten von Hand. Sie ist mit Brandon Boesch verheiratet, das Paar hat zwei Kinder.
Der Ausgangspunkt war ihre Arbeit. Jeden Tag spreche sie mit Frauen, die den Großteil der Erziehung tragen, vom Kochen und Putzen bis zur Kinderbetreuung, sagte Bridges dem Fachmagazin Publishers Weekly. Sie wollte ein Buch schreiben, in dem der Vater im Mittelpunkt steht und die Mutter Zeit für sich bekommt.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Angabe | Details |
|---|---|
| Name | Isabelle Annie Bridges, auch Bridges-Boesch |
| Geboren | 6. August 1981 |
| Eltern | Jeff Bridges und Susan Geston |
| Geschwister | Jessica und Haley |
| Ehemann | Brandon Boesch |
| Kinder | Tochter Grace, Sohn Benjamin |
| Beruf | Coach für Mütter, Autorin, Podcasterin |
| Wohnort | Kalifornien |
Hinweis: Auf der Seite der Agentur Ursula Wiedmann Models ist ein Model namens Isabelle Bridges gelistet. Hinweise auf eine Verbindung zur Familie Bridges gibt es nicht.
Kindheit als Tochter von Jeff Bridges
Bridges ist die älteste von drei Schwestern, Jessica und Haley sind jünger. Ihr Großvater war der Schauspieler Lloyd Bridges, ihr Onkel ist Beau Bridges, wie IMDb verzeichnet.
Aufgewachsen ist sie zunächst in Los Angeles. Das Northridge-Erdbeben vom Januar 1994 traf das Haus der Familie hart, geschlafen habe dort nie wieder jemand, erzählte sie 2020 der Santa Barbara Independent. Mit 13 zog sie nach Santa Barbara und besuchte dort erst die Crane, dann die Bishop Diego High School.
Auf die Frage, wie es war, mit Jeff Bridges als Vater aufzuwachsen, antwortete sie mit einem Vergleich:
„Das ist, als würde man einen Fisch fragen: Wie ist das Wasser, in dem du schwimmst?“
Bridges im Santa Barbara Independent, 2020, aus dem Englischen übersetzt
Er sei der einzige Vater, den sie habe, ein berühmter Vater sei für sie also normal. Dass das nicht der Normalfall ist, wisse sie. Als Kind besuchte sie ihren Vater an Filmsets, ihre Eltern hielten die Töchter aber bewusst aus Hollywood heraus. War er zu Hause, spielte er mit den Kindern und stieg in ihre Fantasie ein.
Vor der Kamera stand sie als Kind in „Termini Station“ (1989), sie spielte Carmel. Weitere Rollen führt IMDb nicht, nur Fernsehauftritte als sie selbst. Einen Text über ihren Vater, „My Father the Dude“, steuerte sie später zum Band „To Me, He Was Just Dad“ von Joshua David Stein bei, erschienen bei Artisan Books.
Ehemann Brandon Boesch und die beiden Kinder
Im Sommer 2007 heiratete Bridges Brandon Boesch. Gefeiert wurde im Familienhaus in Santa Barbara, ihr Vater führte sie zum Altar, wie das Hochzeitsmagazin Inside Weddings berichtete. Sie habe immer davon geträumt, zu Hause zu heiraten, sagte sie dem Magazin, und beim Kennenlernen sei es Liebe auf den ersten Blick gewesen.
Das Paar hat eine Tochter, Grace, und einen Sohn, Benjamin. 2020 lebte die Familie in Oakland. Auf ihrer Website schreibt Bridges, sie wohne mit ihrer Familie in Kalifornien.
Von der Wochenbettdepression zur Arbeit mit Müttern
Der Beginn ihrer Mutterschaft sei holprig gewesen, sagte Bridges dem Independent. Sie erlebte eine schwere postpartale Depression, im Deutschen meist Wochenbettdepression genannt, und fühlte sich isoliert und einsam.
Den Wendepunkt beschreibt sie auf ihrer Website. In einem Eltern-Kind-Kurs war ihre Tochter Grace, damals ein Baby, das einzige weinende Kind. Bridges wollte mitweinen, hielt die Tränen zurück, und eine innere Stimme sagte ihr, sie sei die schlechteste Mutter im Raum. Dann erzählte eine andere Mutter unter Tränen von ihrer traumatischen Geburt und dem fehlenden Schlaf, und Bridges konnte ebenfalls weinen. Dieser Moment sei der Ursprung ihrer heutigen Arbeit, schreibt sie.
Gruppen, Programm und Podcast für Mütter
2020 beschrieb sie ihre Gruppen als Orte für offene Gespräche über die guten und die schweren Seiten der Mutterschaft, vor Ort oder virtuell. Heute führt sie nach eigenen Angaben die Mother’s Empowerment Membership, eine von ihr gegründete internationale Gemeinschaft für Mütter. Zu ihrem Angebot gehört auch The Sistering, eine Frauengemeinschaft mit praktischen Werkzeugen für das eigene Leben.
Ihr Podcast startete 2023 als The Mothers‘ Empowerment Podcast und heißt inzwischen The Isabelle Bridges Show. Neue Folgen erscheinen laut Beschreibung dienstags.
Das Kinderbuch „Daddy Daughter Day“
Hauptfigur ist Belle, die den Tag zum „Daddy Daughter Day“ erklärt. Haus und Garten werden zur Töpferwerkstatt, zum Schönheitssalon und zum Zirkus, die Mutter und der kleine Bruder Sammie machen mit.
| Angabe | Details |
|---|---|
| Text | Isabelle Bridges-Boesch |
| Zeichnungen und Handschrift | Jeff Bridges |
| Verlag | Dark Horse Books |
| Erschienen | Oktober 2020 |
| Spenden | Ein Teil der Erlöse geht an die Kampagne No Kid Hungry von Share Our Strength, für die Jeff Bridges als Sprecher auftritt |
Zur Entstehung erzählte Bridges dem Independent:
- Die Geschichte war schon geschrieben, als Vater und Tochter über ein gemeinsames Buch sprachen.
- Jeff Bridges hatte kurz zuvor mit Mike Richardson gesprochen, dem Inhaber von Dark Horse, der ein gemeinsames Buch angeregt hatte.
- Gemeinsam brachten sie den Text in die Dialogform des Buchs.
- Die Handschrift geht auf ein Tagebuch zurück, das beide früher hin und her reichten: eine Seite von ihm, eine von ihr, eine begonnene Zeichnung beendete jeweils der andere. Die Bilder erinnern an die Kritzeleien, die sie als Kind neben ihrem Vater zeichnete.
Was Belle und ihr Vater im Buch erleben, haben Bridges und ihr Vater nach ihren Worten tatsächlich gemacht. Der größte Unterschied: Sie wuchs mit jüngeren Schwestern auf, im Buch gibt es einen kleinen Bruder, der ihre eigenen Kinder widerspiegelt.
Zur Veröffentlichung traten Vater und Tochter in der Sendung Today auf, kurz vor dem Father Daughter Day am 11. Oktober 2020. Dass es diesen Feiertag gibt, wussten sie vorher nicht. Sie habe den Tag halb für ihre eigene Erfindung gehalten, sagte Bridges.
Als Kind habe sie ihren Vater im Alltag vermisst, sagte Bridges Publishers Weekly. Jeff Bridges sagte laut einem Bericht von AOL im Podcast von Share Our Strength, er sei wie sein eigener Vater in ihrer Kindheit oft wegen der Dreharbeiten fort gewesen und wolle einiges davon nachholen. Bei der Veröffentlichung erklärte er in der Mitteilung von Dark Horse, man brauche oft einen Anlass, um sich zu treffen, und „Daddy Daughter Day“ liefere einen. Für eine Fortsetzung hat Bridges schon Ideen: ein weiteres Buch mit ihrem Vater oder ein „Sister Sister Day“.

