Henning Rütten sprach 2019 im Auftrag des NDR mit den engsten Vertrauten von Robert Enke über die Krankheit Depression im Profisport, zehn Jahre nach dem Tod des Nationaltorhüters. Die Robert-Enke-Stiftung veröffentlichte danach eine Stellungnahme von Teresa Enke, die die Arbeit lobte, sie zeige das Thema in ernsten und sensiblen Worten. Der Film brachte Rütten einen der bedeutendsten Fernsehpreise deutscher Sportjournalisten ein.
In den meisten Texten über ihn kommt diese Auszeichnung nicht vor. Dort steht vor allem, dass er mit der NDR-Moderatorin Anja Reschke verheiratet ist.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Beruf, Ehe und Auszeichnungen im Überblick
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Beruf | Journalist, Dokumentarfilmer, Produzent |
| Sender | NDR |
| Eigene Firma | Anthero Film, gegründet 2023 |
| Sitz | Hamburg |
| Ausbildung | Deutsche Sporthochschule Köln |
| Auszeichnung | VDS-Fernsehpreis, mindestens vier Mal (Stand 2019) |
| Ehepartnerin | Anja Reschke, Moderatorin von Panorama |
| Kinder | Zwei |
Vom NDR Sportclub zur eigenen Produktionsfirma
Rütten begann seine Laufbahn in der Sportredaktion des NDR und arbeitete sich von dort über Regie, Kamera und Schnitt bis in die Produktionsleitung vor. Diesen Werdegang beschreibt er auf seiner Internetseite als einen Prozess über mehr als zwei Jahrzehnte. Die Filmdatenbank fernsehserien.de listet aus dieser Zeit Arbeiten wie das Porträt „Sepp Maier, ein Leben lang Klartext“, die Motorsport-Dokumentation „Überleben im PS-Rausch“ mit Jochen Mass, Derek Bell und Jacky Stewart, sowie die Reisedokumentation mareTV über die Tausend Inseln im Sankt-Lorenz-Strom.
2023 gründete Rütten mit Anthero Film ein eigenes Unternehmen. Seither entwickelt er Dokumentationen für ARD, NDR, ZDF und ARTE, darunter:
- die Freediving-Serie „Waterwoman“ mit der Extremsportlerin Anna von Boetticher, deren zweite Staffel er zunächst selbst finanzierte
- ein Porträt über Frauen, die auf Sansibar die traditionelle Taarab-Musik bewahren
- eine Dokumentation über die internen Abläufe des Internationalen Olympischen Komitees
Die Einordnung der Robert-Enke-Stiftung
Am 10. November 2019 zeigte der NDR im Sportclub den Film „Auch Helden haben Depression“. Rütten sprach darin mit den engsten Vertrauten von Robert Enke über die Krankheit Depression im Profisport. Eine längere Fassung lief unter dem Titel „Depression kann jeden treffen, Robert Enke: Zehn Jahre danach“ im Ersten.
Die Robert-Enke-Stiftung teilte danach mit, wie Teresa Enke die Arbeit einordnete. Die Arbeit von Moritz Cassalette und Rütten zeichne ein Bild der Krankheit Depression, in ernsten und sensiblen Worten, was sie tief beeindruckt habe. Diese Einordnung stammt direkt von der Stiftung, die im Namen der Familie Enke spricht.
Vier Mal ausgezeichnet vom Verband Deutscher Sportjournalisten
Der VDS-Fernsehpreis wird vom Verband Deutscher Sportjournalisten vergeben und zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen der Branche. Dokumentiert sind bislang zwei Gewinne: 2018 der erste Preis für „Black Power in Mexiko ’68“ und 2019 für „Auch Helden haben Depression“, den Film über Robert Enke. Die Robert-Enke-Stiftung bezeichnete den zweiten Gewinn bereits als Rüttens vierten VDS-Preis, ohne die beiden früheren Auszeichnungen namentlich zu nennen.
Beide dokumentierten Preise sind auf sportjournalist.de nachzulesen, samt Begründung der Jury.
Sein Leben mit Anja Reschke abseits der Kameras
Rütten ist mit der NDR-Journalistin Anja Reschke verheiratet, die seit 2001 das Politikmagazin Panorama moderiert. Das Paar hat zwei Kinder. Bildagenturen wie IMAGO dokumentieren gemeinsame Auftritte des Paares bei Medien- und Preisverleihungen, während das Familienleben selbst weitgehend privat bleibt.
Häufig gestellte Fragen zu Henning Rütten
Wie alt ist Henning Rütten?
Ein öffentliches Geburtsdatum ist nicht bekannt.
Was macht er beruflich?
Er ist Journalist, Dokumentarfilmer und Produzent, seit 2023 mit seiner eigenen Firma Anthero Film.
Wie heißt Anja Reschkes Ehemann?
Henning Rütten. Die beiden sind verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder.
Welche Auszeichnung hat er mehrfach gewonnen?
Den VDS-Fernsehpreis des Verbands Deutscher Sportjournalisten, nach Angaben der Robert-Enke-Stiftung bereits viermal bis 2019, davon sind zwei Gewinne namentlich dokumentiert.
Wofür wurde er 2019 ausgezeichnet?
Für die Dokumentation „Auch Helden haben Depression“ über Robert Enke.
Auf seiner Firmenwebseite listet Rütten inzwischen mehr als 109 Produktionen, von selbst finanzierten Projekten bis zu Arbeiten mit Zugang zu internationalen Sportverbänden wie dem Internationalen Olympischen Komitee.

