Diana Hyland war eine amerikanische Schauspielerin, die vom Broadway bis nach Hollywood kam und mit 41 Jahren an Brustkrebs starb. Bekannt ist sie heute vor allem für ihre Beziehung zu John Travolta, den sie am Set von „The Boy in the Plastic Bubble“ kennenlernte. Kaum Erwähnung findet dagegen die Karriere, die sie sich in den zwei Jahrzehnten davor aufgebaut hatte: über vierzig Rollen in Film und Fernsehen, fast immer als Ehefrau, Geliebte oder Mutter an der Seite eines Mannes, der im Mittelpunkt der Geschichte stand.
Inhaltsverzeichnis
Bevor es John Travolta gab: die Anfänge einer Schauspielerin
Geboren wurde sie am 25. Januar 1936 in Cleveland Heights, Ohio, als Diane Gentner. Mit 19 Jahren zog sie nach New York, finanzierte sich zunächst als Telefonistin und fand bald erste Rollen im Fernsehen. 1959 gelang ihr der Durchbruch: Am Broadway übernahm sie die Rolle der Heavenly Finley in Tennessee Williams‘ Stück „Sweet Bird of Youth“, an der Seite von Paul Newman und Geraldine Page.
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
| Fakt | Details |
|---|---|
| Geburtsname | Diane Gentner |
| Geboren | 25. Januar 1936, Cleveland Heights, Ohio |
| Gestorben | 27. März 1977, Los Angeles, im Alter von 41 Jahren |
| Aktive Karriere | 1955 bis 1977 |
| Bekannteste Rollen | Susan Winter („Peyton Place“), Mickey Lubitch („The Boy in the Plastic Bubble“), Joan Bradford („Eight Is Enough“) |
Ihre Rollen: Warum Hyland fast nie die Hauptfigur war
Zwischen ihrem Debüt 1955 und ihrem Tod 1977 sammelte Hyland weit über vierzig Film und Fernsehrollen, von „Naked City“ über „Dr. Kildare“ bis „Kojak“. Wer die Liste durchgeht, erkennt ein wiederkehrendes Muster: Pfarrersfrau in „One Man’s Way“, Predigersfrau in „Peyton Place“, später Ehefrau in „Eight Is Enough“. Von 1968 bis 1969 spielte sie außerdem 56 Folgen lang Susan Winter in „Peyton Place“, einer der meistgesehenen Abendserien ihrer Zeit, eine Rolle, die in der heutigen Berichterstattung über sie kaum noch vorkommt.
Die Diagnose vor John Travolta
1975, ein Jahr bevor sie John Travolta überhaupt kennenlernte, wurde bei Hyland Brustkrebs diagnostiziert. Sie unterzog sich einer Mastektomie und einer Chemotherapie. Trotzdem stand sie noch im selben Jahr für zwei Folgen der Serie „Marcus Welby, M.D.“ vor der Kamera, während die Behandlung zunächst anzuschlagen schien.
John Travolta, die letzten Monate und ein Emmy, den sie nie entgegennehmen konnte
1976 traf Hyland am Set von „The Boy in the Plastic Bubble“ auf den 23-jährigen John Travolta, der ihren Filmsohn spielte. Aus der Zusammenarbeit wurde eine Beziehung, obwohl zwischen beiden achtzehn Jahre lagen. Travolta beschrieb seine Gefühle später im Magazin People:
„Ich war noch nie in meinem Leben so verliebt wie in sie. Ich dachte, ich war vorher schon einmal verliebt, aber das stimmte nicht.“ John Travolta, People, Ausgabe vom 13. Juni 1977
Ende 1976 kehrte der Krebs zurück und verbreitete sich rasch im Körper. Trotzdem übernahm Hyland Anfang 1977 die Rolle der Joan Bradford in der neuen Serie „Eight Is Enough“, an der Seite von Dick Van Patten. Sie drehte lediglich vier Folgen, bevor ihr Gesundheitszustand eine Fortsetzung unmöglich machte.
Am 27. März 1977 starb Diana Hyland in ihrem Haus in Los Angeles. An ihrem Bett saßen drei Menschen: John Travolta, ihr Serienkollege Dick Van Patten und dessen Ehefrau Patty. Für ihre Rolle in „The Boy in the Plastic Bubble“ erhielt sie später im selben Jahr einen Emmy als beste Nebendarstellerin. John Travolta nahm den Preis in ihrem Namen entgegen.
Warum ihr Name bis heute selten allein steht
Auch im September 2026, fast 50 Jahre nach ihrem Tod, wiederholt sich ein Muster. Laut Fox News ruft jeder Artikel über den Tod von Kelly Preston, Travoltas späterer Ehefrau, die ebenfalls an Brustkrebs starb, automatisch auch Hylands Namen wieder auf. Ihre eigene Karriere, die Bühnenrolle am Broadway, die 56 Folgen „Peyton Place“, der Emmy, taucht in diesen Texten meist nur am Rande auf, wenn überhaupt.
Diese Rollenverteilung war schon zu Lebzeiten Teil ihrer beruflichen Realität: eine Schauspielerin, deren Figuren fast immer über einen Mann definiert wurden. Nach ihrem Tod hat sich daran wenig geändert, nur dass aus der Ehefrau und Mutterrolle die Rolle der großen Liebe von John Travolta wurde. Ihr Sohn Zachary Goodson, der beim Tod seiner Mutter erst drei Jahre alt war, meldet sich bis heute öffentlich zu Wort, zuletzt zum 48. Jahrestag ihres Todes im März 2025.
Quellen: Wikipedia: Diana Hyland · People Magazine · Fox News · Internet Broadway Database

