Corinna Reinhold aus Mönchengladbach war die zweite Ehefrau des Sängers Udo Jürgens. Das Paar heiratete am 4. Juli 1999 in New York, öffentlich bestätigte Jürgens die Ehe im September 2003. Die Scheidung wurde am 15. September 2006 amtlich. Kinder hatte das Paar nicht.
Kennengelernt hatten sich die beiden 1978 in Aachen, damals war sie nach eigener Angabe 17 Jahre alt. Zwischen der ersten Begegnung und der Trauung lagen 21 Jahre, in denen das Paar sich einmal trennte und wieder zusammenfand.
Inhaltsverzeichnis
Zeitleiste: von Aachen bis zur Scheidung
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 1978 | Erste Begegnung in Aachen |
| 1990 | Trennung nach fast zwölf Jahren |
| 1997 | Das Paar findet wieder zusammen |
| 4. Juli 1999 | Trauung in New York |
| September 2003 | Jürgens bestätigt die Ehe öffentlich |
| Oktober 2005 | Beide äußern sich zur Trennung |
| Dezember 2005 | Jürgens kündigt die Scheidung an |
| 15. September 2006 | Scheidung amtlich |
Aachen 1978: Der Anfang der Beziehung
Jürgens hatte zwölf Jahre zuvor mit „Merci, Chérie“ den Eurovision Song Contest gewonnen und war mit Erika Meier, genannt Panja, verheiratet. Diese Ehe wurde 1989 geschieden. Reinhold sagte dem Magazin News im September 2003: „Ich war 17, als ich Udo in Aachen zufällig auf der Straße traf.“ Ein Fan sei sie damals nicht gewesen. Laut VOL.at fragte sie ihn nach dem Weg zum Dom.
Nach fast zwölf Jahren trennte sich das Paar, 1990 nach der Darstellung von News. Als Grund nannte VOL.at die Untreue des Sängers. 1997 kamen beide wieder zusammen. Im selben Jahr bezogen sie nach dem Friedhofsführer des Wiener Zentralfriedhofs ein Haus in Zumikon bei Zürich.
Vier Jahre ohne Bestätigung
Jürgens, im September 2003 fast 69, sagte News, er habe vor vier Jahren heimlich geheiratet und dabei oft zu Notlügen greifen müssen. Noch 2002 hatte er dem Magazin erklärt, Heiraten bedeute Fremdbestimmung. Da war er seit drei Jahren verheiratet. Hinweise auf die Ehe hatte News bereits 2002 erhalten, bestätigt hatte Jürgens sie damals noch nicht.
Trennung und Scheidung: Was beide sagten
Zur Trennung liegen Aussagen von beiden Seiten vor.
- Reinhold, Oktober 2005: Laut VOL.at sprach sie in Düsseldorf mit Jürgens darüber, alles Weitere so zu regeln, „wie es sich für zivilisierte Menschen gehört“. Es gehe ihr gut, sie bereue keinen gemeinsamen Tag. Gelernt habe sie, dass man sich als Partnerin nie zu sehr zurücknehmen solle. Sie war damals 46.
- Jürgens, Oktober 2005: In der Bild räumte der 71-Jährige ein, er habe den Beruf wichtiger genommen als seine Frau und ihr nie richtig zugehört. Er liebe sie noch, sehe aber kaum noch Hoffnung für die Ehe.
- Jürgens, Weihnachten 2005: Blick berichtete, er habe über die Bild am Sonntag die Scheidung angekündigt und dabei keinen Groll gezeigt.
Die Medienstelle des Sängers meldete die Scheidung am 15. September 2006 unter dem Titel „Scheidung von Udo und Corinna Jürgens amtlich“ in einem Satz: Die Ehe sei nach der seit längerer Zeit erfolgten Trennung nun auch amtlich geschieden worden. Der Schweizer Illustrierten sagte Jürgens danach, er habe die „Eheprüfung“ nicht bestanden.
Jürgens‘ Rückblick im Jahr 2009
In einem Interview zum 75. Geburtstag beschrieb Jürgens seine zweite Frau als sehr fröhlich. Sie habe positive Energie verbreitet, aus der er viel Kraft geholt habe. Probleme habe er mit dem Zustand des Verheiratetseins gehabt, weil er sein Leben und seine Entscheidungen nur schwer teilen könne.
Kinder und Familie
Die Ehe blieb nach Angaben des Bund kinderlos. Jürgens hatte vier Kinder, John und Jenny aus der Ehe mit Panja sowie zwei Töchter, die außerhalb einer Ehe geboren wurden. Er starb am 21. Dezember 2014 in Münsterlingen.
Reinhold heute: Was nach 2006 belegt ist
Über Reinholds Leben seit der Scheidung liegen keine verlässlichen Berichte vor. Beruf und Wohnort sind öffentlich nicht belegt. Die Berichte von 2003 und 2005 nennen sie mit 43 und 46 Jahren, ein Geburtsdatum veröffentlichten sie nicht. Internetseiten, die ihr ein Alter, einen Wohnort oder eine Tätigkeit zuschreiben, nennen dafür keine Quelle. Eine Todesmeldung ist nicht bekannt.
Nicht gemeint ist der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold.

