Die Ehefrau von Sigmar Solbach ist Malerin, Autorin und ehemalige Psychotherapeutin. In Coburg geboren, lebt sie seit Jahrzehnten in München. Was sie in dieser Zeit aufgebaut hat, kommt in Berichten über sie so gut wie nie vor.
Claudia Smiatek kennen viele nur durch einen einzigen Satz: Sie ist die Ehefrau des Schauspielers Sigmar Solbach, bekannt als Dr. Stefan Frank. Das stimmt, greift aber erheblich zu kurz. Die in Coburg geborene Münchnerin arbeitete zunächst als Maskenbildnerin im deutschen Film- und Theaterbetrieb, danach als Psychotherapeutin mit eigener Praxis und widmet sich seit 2019 ausschließlich der Malerei und dem Schreiben. Unter dem Label Augenblicke-Art hat sie in Deutschland, Österreich und der Türkei ausgestellt und zweimal den Art Award Kunstpreis gewonnen.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
| Geburtsort | Coburg |
| Wohnort | München (seit früher Kindheit) |
| Verheiratet mit | Sigmar Solbach (seit Juli 2002) |
| Frühere Berufe | Maskenbildnerin, Psychotherapeutin |
| Aktueller Beruf | Malerin, Autorin |
| Kunstlabel | Augenblicke-Art |
| Tochter | Sonja (von Sigmar Solbach adoptiert) |
| Kunstpreise | Art Award Kunstpreis 2019 und 2022 |
| Online | augenblicke-art.de / @augenblicke_art_solbach |
Drei Berufe, die kaum jemand kennt
Über ihr genaues Geburtsjahr oder ihren familiären Hintergrund hat Claudia Smiatek öffentlich keine Angaben gemacht. Was sich aus ihrer Biografie rekonstruieren lässt, sind drei Berufe, die sie über rund drei Jahrzehnte nacheinander ausgeübt hat.
Als Maskenbildnerin arbeitete sie in den späten 1980er Jahren im deutschen Theater- und Filmbetrieb. Sie arbeitete im Hintergrund, in einem Betrieb, in dem Sigmar Solbach auf denselben Bühnen bereits eine gefragte Figur war, mit Rollen in Serien wie Das Erbe der Guldenburgs. Dort trafen beide 1990 zum ersten Mal aufeinander. Laut einem Bericht von t-online, der sich auf ein Bild-Interview mit Sigmar Solbach stützt, war sie zu diesem Zeitpunkt „als Maskenbildnerin hinter den Kulissen tätig.“
Als Psychotherapeutin baute sie sich danach eine eigene Praxis auf. Auf ihrer Website schreibt sie darüber: Sie arbeitete mit Klienten in Einzelstunden, hielt Vorträge und leitete Seminare sowie Meditationsabende. 1999 begann sie nebenbei mit Aquarellmalerei. Ab 2003 rückte das Malen zunächst in den Hintergrund, weil die Praxis sie nach eigenen Worten „ziemlich eingespannt“ habe. 2016 kehrte sie intensiv zur Kunst zurück. 2019 gab sie die psychotherapeutische Praxis schließlich auf.
Als Malerin und Autorin arbeitet sie seitdem ausschließlich unter dem Label Augenblicke-Art. Jedes ihrer Gemälde wird von einem lyrischen Text begleitet, den sie selbst geschrieben hat. Bild und Sprache entstehen bei ihr als Einheit, kein Werk ohne das andere. Sie malt Menschen, Landschaften, Tiere und Blumen, von gegenständlich bis abstrakt, mit Techniken von Aquarell und Acryl über Kohle und Bleistift bis zu Collage und Spachteltechnik. Außerdem hat sie ein Buch veröffentlicht (Bereit sein…) und ein Hörbuch mit Fabeln und Märchen aufgenommen.
Augenblicke-Art: Ausstellungen in drei Ländern
Wer die Ausstellungsliste auf ihrer Website aufruft, bekommt einen anderen Eindruck von Claudia Smiatek als die meisten Berichte über sie vermitteln.
| Jahr | Ausstellung | Ort |
|---|---|---|
| 2018 | Naturausstellung, bemalte Dachziegelkunst | Jasos, Türkei |
| 2019 | Große Einzelausstellung Augenblicke-Art | Galerie Onil, Bremen |
| 2020 | Gemeinschaftsausstellung Sichtweisen | Galerie Onil, Bremen |
| 2021 | Abstraktionen, Landscape, Menschenbilder, Flower-Power | Galerie Publicartist, Wien |
| 2021/22 | Weihnachtsausstellung und Kunsttage | Pirna |
| 2022 | Einzelausstellung | Kunstherzgalerie, Jena |
| 2022/23 | Farbenspiel | FoyerGalerie Kreissparkasse, Strausberg |
| 2019 und 2022 | Art Award Kunstpreis gewonnen |
Quellen: augenblicke-art.de, Zeitblatt Magazin
Bei der Einzelausstellung in Bremen 2019 und bei der Ausstellung Farbenspiel in Strausberg im Dezember 2022 las Sigmar Solbach die lyrischen Texte seiner Frau dem Publikum vor. Das Zeitblatt Kulturmagazin berichtete vorab über die Strausberger Ausstellung.
Wie diese Ausstellungskarriere ihren Anfang nahm, lässt sich ohne einen Blick auf ihr Leben vor dem ersten Aquarell nicht erklären. Der Anfang liegt im Jahr 1990.
Wie sie Sigmar Solbach kennenlernte
1990 begegneten sich Claudia Smiatek und Sigmar Solbach zum ersten Mal beruflich. Beide waren zu diesem Zeitpunkt noch in anderen Beziehungen. In einem Gespräch mit dem Liebenswert Magazin beschrieb sie es so:
„Vom ersten Moment hat es zwischen uns gefunkt. Aber wir beide waren noch in Beziehungen und haben das auch respektiert.“
Bei einer ihrer frühen Begegnungen habe sie ihm anvertraut, dass er ihr Traummann sei. Trotzdem ließen beide rund zehn Jahre vergehen. Der erste Kuss kam um 1999/2000, zur Zeit von Sigmars bekanntester Serienrolle als Dr. Stefan Frank. Im Juli 2002 heirateten sie schließlich. Für Sigmar Solbach war es die zweite Ehe.
Über diese Entscheidung sagte er der Bild-Zeitung: „Das war eine wunderbare Entscheidung, über die ich nach wie vor sehr glücklich bin.“
Auf die Frage, was ihre Ehe über mehr als zwei Jahrzehnte trägt, antwortete Claudia Smiatek im Liebenswert Magazin:
„Respekt und Achtung voreinander und dass man dem anderen genügend Freiraum lässt, seinen Weg zu gehen.“
Tochter Sonja und eine Adoption mit 70
Claudia Smiatek brachte eine Tochter in die Ehe mit: Sonja. Sigmar Solbach adoptierte sie offiziell, als er bereits über 70 Jahre alt war. Den Antrag stellte er selbst, weil er ihr rechtlicher Vater sein wollte. Im Bunte-Interview 2020 sprach er erstmals öffentlich darüber.
Sonja ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie am Bodensee. Sie hat zwei Kinder, darunter eine Tochter namens Lea. Ein Getty-Images-Foto aus München von 2017 zeigt Sigmar und Claudia Solbach gemeinsam mit Sonja und Lea.
Sigmar Solbach hat aus seiner früheren Beziehung mit Nassira Cheraiet außerdem einen Sohn: Marc Oliver Solbach, geboren 1975. Er hatte in jungen Jahren Drogenprobleme und arbeitet heute als technischer Produktdesigner. Solbach 2020 in der Bunte: „Ich finde es großartig, was er aus seinem Leben gemacht hat. Oliver und ich haben ein sehr gutes Verhältnis.“
Was die beiden verbindet
Beide sind praktizierende Buddhisten. Sigmar Solbach kam laut drombuschs.de Anfang der 1990er Jahre zum Buddhismus. Im Liebenswert Magazin sagte er: „Meine Frau und ich sind praktizierende Buddhisten. Das macht uns furchtloser vor dem Lebensende.“
Ihre Kunstkarriere unterstützt er aktiv. Im Bunte-Interview 2020 sagte er: „Ich helfe ihr, ihre Ausstellungen zu organisieren. Sie malt wunderschön.“
Zum gemeinsamen Leben gehört das Segeln. Sigmar Solbach hat zwei transatlantische Überfahrten absolviert, Claudia war auf diesen Reisen dabei. Bei einem schweren Sturm vor der griechischen Küste bei Loutraki erreichte ihr Boot den Hafen mit acht Stunden Verspätung. Sigmar Solbach im Liebenswert Magazin: „Seitdem wissen wir: Kein Sturm kann unsere Liebe erschüttern.“
Was bleibt
Als Maskenbildnerin arbeitete Claudia Smiatek hinter den Kameras anderer. Als Therapeutin saß sie im Hintergrund des Lebens ihrer Klienten. Als Künstlerin steht sie heute mit ihren Gemälden in Galerien von Wien bis Bremen, von Jena bis an die türkische Küste. Der Weg dorthin hat drei Jahrzehnte gedauert.
Öffentliche Aufmerksamkeit hat sie auf diesem Weg nie gesucht. Dass sie sie dennoch bekommt, liegt am Namen ihres Mannes. Was sie damit anfängt, hat sie längst selbst entschieden.
Alle Informationen basieren auf verifizierten Quellen: Wikipedia, IMDb, t-online, Bunte (2020), Liebenswert Magazin, Zeitblatt sowie der offiziellen Website augenblicke-art.de.

