Alexandra Schiffer (* 1982 in München) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und frühere Schauspielerin, Tochter der Schauspielerin Michaela May und des Rechtsanwalts Jack Schiffer. Sie arbeitet in London und hat dort die Kunstberatung OneArt Advisory mitgegründet, die Sammler von Kunst des 20. Jahrhunderts berät. Vor der Kamera stand sie von 1993 bis 2010, zuletzt in der Komödie „Eine Sennerin zum Verlieben“ im Ersten. Im Kunstmarkt ist sie unter ihrem Ehenamen Alexandra Christl bekannt.
Inhaltsverzeichnis
Kurzprofil: Kunsthistorikerin und Tochter von Michaela May
| Geboren | 1982 in München, damit 43 oder 44 Jahre alt (das genaue Datum ist nicht öffentlich) |
| Beruf | Kunsthistorikerin, früher Schauspielerin |
| Ehename | Christl |
| Eltern | Michaela May und der Rechtsanwalt Jack Schiffer |
| Schwester | Lilian Schiffer, Schauspielerin |
| Studium | Kunstgeschichte, Master of Arts an der University of St Andrews |
| Arbeitsort | London |
| Aktuelle Tätigkeit | Mitgründerin von OneArt Advisory |
Namensvettern: Unter ähnlichen Namen laufen Berufsprofile aus den USA im Finanzbereich sowie die Schauspielerin Alexa Schiffer (* 1975 in Ungarn). Mit der Münchnerin haben sie nichts zu tun.
Familie: Michaela May, Lilian Schiffer und die Kinder
Alexandra ist die ältere von zwei Töchtern der Schauspielerin Michaela May (* 1952 in München) und des Rechtsanwalts Jack Schiffer, die 1980 heirateten. Die jüngere Schwester Lilian Schiffer (* 1988) arbeitet ebenfalls als Schauspielerin. Am 18. April 2019 berichtete die Abendzeitung, Christl sei im fünften Monat schwanger und erwarte im August ihr drittes Kind. Namen und Alter der Kinder sind nicht öffentlich.
Schauspielerin von 1993 bis 2010
Ihre erste Fernsehrolle spielte Schiffer 1993 als Susi in „Zwei halbe sind noch lange kein Ganzes“, laut fernsehserien.de in 13 Folgen. In den Jahren danach folgten Auftritte in bekannten Serien und Fernsehfilmen:
| Jahr | Titel | Rolle |
|---|---|---|
| 1993 | Zwei halbe sind noch lange kein Ganzes | Susi |
| 1995 bis 1998 | Hallo, Onkel Doc! | Alissa Hausmann |
| 1996 | Der Bulle von Tölz | Eva |
| 1998 | Der Bergdoktor | Lara Feckhaus |
| 1999 | Am Anfang war der Seitensprung | Lucy Schrader |
| 2001 | Mädchen Mädchen! | Julia |
| 2001 bis 2002 | Utta Danella | Mara Kamphoven |
| 2010 | Eine Sennerin zum Verlieben | Victoria Ostler |
Die jüngste datierte Rolle der Filmografie ist die von 2010. Das Erste zeigte die Komödie von Regisseur Dietmar Klein am Freitag, 24. September 2010, um 20.15 Uhr. Michaela May spielt die Sennerin Ariane Ostler, die Ärger mit dem Finanzamt bekommt, Günther Maria Halmer den Steuerprüfer Bernhard Maiwald. Schiffer übernimmt die Rolle von Arianes Tochter Victoria. Der Fernsehkritiker Tilmann P. Gangloff vermerkt in seiner Besprechung auf evangelisch.de, dass sie auch im wirklichen Leben Mays Tochter ist.
Als Alexandra Christl bei Sotheby’s in London
Drei Jahre nach ihrer letzten datierten Fernsehrolle führt Sotheby’s Alexandra Christl im Katalog der Londoner Abendauktion für Impressionismus und Moderne als Senior Director und Spezialistin. Dieselbe Angabe steht in den Katalogen von 2015 und 2016. Als Leiter der Abteilung nennt der Katalog vom Februar 2016 James Mackie.
Dass Christl und Schiffer dieselbe Person sind, belegt der Bericht der Abendzeitung über die Feier zu 50 Jahren Sotheby’s Deutschland auf dem Schiff Oceandiva Futura in Köln. Die Zeitung nennt sie darin Alexandra Christl, geborene Schiffer, Tochter von Michaela May, und beschreibt sie als Spezialistin für Impressionismus und Moderne in London.
Laut OneArt Advisory war sie zwei Jahrzehnte bei Sotheby’s und leitete zuletzt die Abteilung in London. Früher in ihrer Laufbahn arbeitete sie mit der Sammlerin Ingvild Goetz in der Sammlung Goetz in München. Auf der Teamseite von Sotheby’s ist sie als Consultant in London eingetragen.
OneArt Advisory: Beratung für Sammler
Gegründet haben OneArt Advisory vier Fachleute: Alexandra Christl, Tania Remoundos, Marie-Edmée de Malherbe und Nisha Amin. Auch Remoundos und de Malherbe kommen aus der Abteilung für Impressionismus und Moderne bei Sotheby’s. Zusammen bringen sie nach eigener Darstellung mehr als 80 Jahre Erfahrung aus leitenden Positionen eines internationalen Auktionshauses mit und versprechen Sammlern unparteiische, unabhängige Beratung.
Was die Firma auf ihrer Webseite über Christl schreibt:
- Sie zähle zu den international führenden Expertinnen für Kunst des 20. Jahrhunderts.
- Sie habe den Markt für deutsche und österreichische Kunst mitgeprägt.
- Sie habe Restitutionen betreut, also Rückgaben von Kunstwerken an die Erben früherer Eigentümer.
- Sie habe Rekordverkäufe erzielt.
Konkrete Fälle oder Preise nennt die Webseite dazu nicht. Als Arbeitsort von Christl gibt sie London an.

