Thea Charrier: Bardots Enkelin, die nie gesprochen hat

Am Nachmittag des 7. Januar 2026 fotografiert ein Bildjournalist der Nachrichtenagentur AP eine blonde Frau vor der Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption in Saint-Tropez. Die Bildunterschrift nennt ihren Namen: Thea Charrier, Enkelin von Brigitte Bardot. Es ist die erste Fotografie von ihr, die über eine internationale Nachrichtenagentur verbreitet wird.

Wenige Meter entfernt trägt ihr Vater, Nicolas-Jacques Charrier, gemeinsam mit anderen Trauergästen den Sarg seiner Mutter durch die engen Gassen der Stadt. Anwohner applaudieren, während der Sarg vorbeigetragen wird. Sie äußert sich an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt gegenüber der Presse.



Familie und Herkunft

Thea Josephine Charrier wurde 1990 geboren. Sie ist die jüngere Tochter von Nicolas-Jacques Charrier, dem einzigen Kind von Brigitte Bardot, und der Norwegerin Anne-Line Bjerkan. Ihre ältere Schwester Anna-Camilla kam 1985 zur Welt und arbeitet als Anwältin in Oslo.

Nicolas-Jacques Charrier und Anne-Line Bjerkan heirateten 1984. Brigitte Bardot war bei der Hochzeit nicht anwesend, zu diesem Zeitpunkt hatten Mutter und Sohn kaum Kontakt zueinander. Die Familie lebt seither in Norwegen, wie auch der Wikipedia-Eintrag zu Jacques Charrier bestätigt, größtenteils fern der Öffentlichkeit.

Die Familie im Überblick:

PersonVerbindungBekannt als
Brigitte BardotGroßmutterSchauspielerin, Tierschutzaktivistin
Nicolas-Jacques CharrierVaterEinziges Kind von Bardot
Anne-Line BjerkanMutterNorwegische Herkunft
Anna-Camilla CharrierSchwesterAnwältin in Oslo

Eine Distanz, die drei Generationen prägte

Nicolas-Jacques Charrier wurde 1960 geboren und wuchs bei der Familie seines Vaters auf. Zu seiner Mutter bestand über Jahre kaum Kontakt, erst im Erwachsenenalter näherten sich beide wieder an.

1996 veröffentlichte Brigitte Bardot ihre Memoiren „Initiales B.B.“. Darin schrieb sie laut übereinstimmenden Medienberichten, sie sei „nicht dafür gemacht, Mutter zu sein“. Nicolas-Jacques Charrier und sein Vater Jacques Charrier verklagten daraufhin den Verlag wegen Verletzung der Privatsphäre. Ein französisches Gericht gab der Klage statt.

Auch die Enkelinnen blieben von dieser Distanz nicht unberührt. Bardot selbst sprach in einem Interview von drei Urenkeln in Norwegen, die kein Französisch sprächen und die sie selten sehe. Thea und ihre Schwester wuchsen norwegischsprachig auf, während Bardot selbst kaum Norwegisch beherrschte, eine Sprachbarriere, die den Kontakt praktisch erschwerte.

Noch 2024 erklärte Bardot gegenüber Le Point, sie habe ihrem Sohn versprochen, nie wieder öffentlich über ihn zu sprechen. Es war eine der letzten Verschiebungen in einer Beziehung, die über sechs Jahrzehnte von Nähe und Rückzug im Wechsel geprägt war.

Warum so wenig über sie bekannt ist

Ihre Großmutter lebte über Jahrzehnte in aller Öffentlichkeit, als Schauspielerin, dann als Aktivistin, kaum ein Jahr ohne Interviews oder Schlagzeilen. Thea Charrier hat den entgegengesetzten Weg gewählt. Sie hat sich in ihrem gesamten Erwachsenenleben keiner einzigen Presseanfrage gestellt, weder zu ihrer Großmutter noch zu sich selbst.

Über ihren Beruf gibt es keine gesicherte Angabe. Vereinzelt kursieren Fotos, die sie für die norwegische Modemarke der Designerin Sidsel J. Høivik zeigen sollen, eine feste berufliche Laufbahn als Model lässt sich daraus nicht belegen. Öffentlich bestätigt ist, dass sie in Norwegen aufgewachsen ist, ihr genauer Wohnort wurde nie öffentlich genannt.

Bestätigt ist bislang:

  • Geburtsjahr 1990, aufgewachsen in Norwegen
  • Tochter von Nicolas-Jacques Charrier und Anne-Line Bjerkan
  • Bislang kein öffentliches Interview
  • Erste bestätigte Fotografie im Januar 2026 bei der Beerdigung ihrer Großmutter

Offen bleibt dagegen einiges, das bislang niemand öffentlich beantwortet hat:

  • Ihr Beruf und ihr genauer Wohnort
  • Ob und wie viele eigene Kinder sie hat
  • Ihr genaues Geburtsdatum, öffentlich bekannt ist nur das Jahr

Eine dieser offenen Fragen betrifft weniger die Fakten selbst als eine Verwechslung, die im Netz immer wieder auftaucht.

Verwechslung mit der Schauspielerin Anne Charrier

Im Internet kursiert gelegentlich die Behauptung, die französische Schauspielerin Anne Charrier sei ebenfalls eine Enkelin von Brigitte Bardot. Das trifft nicht zu. Anne Charrier, Jahrgang 1974, ist mit der Familie nicht verwandt, ihr Nachname stimmt lediglich zufällig mit dem von Nicolas-Jacques Charrier überein.

Der Auftritt bei der Beerdigung in Saint-Tropez

Brigitte Bardot starb am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren an ihrem Wohnort in Südfrankreich. Ihr Ehemann Bernard d’Ormale erklärte gegenüber Paris Match, der Krebserkrankung sei eine Operation vorausgegangen. Präsident Emmanuel Macron würdigte sie nach ihrem Tod als eine Legende des Jahrhunderts.

Die Trauerfeier fand am 7. Januar 2026 in der Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption statt, begleitet von einer Übertragung auf Großbildschirmen am Hafen von Saint-Tropez für die Fans, die sich in der Stadt versammelt hatten. Anschließend wurde Bardot auf dem Friedhof der Stadt beigesetzt, direkt neben ihren Eltern und ihrem ersten Ehemann Roger Vadim.

Ihr Vater trug den Sarg seiner Mutter durch die Gassen von Saint-Tropez. Seine Tochter stand am Rand der Zeremonie, ohne ein Wort zu sagen. Es ist die einzige öffentliche Geste, die von ihr bekannt ist.

Häufige Fragen zu Thea Charrier

Wie heißt Thea Charrier vollständig, und wie alt ist sie?

Ihr vollständiger Name lautet Thea Josephine Charrier, in französischsprachigen Quellen auch als Théa-Joséphine Charrier geführt. Sie wurde 1990 geboren, ihr genaues Geburtsdatum ist nicht öffentlich bekannt.

Ist sie mit der Schauspielerin Anne Charrier verwandt?

Nein. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Personen ohne familiäre Verbindung, die lediglich denselben Nachnamen tragen.

War sie bei der Beerdigung von Brigitte Bardot dabei?

Ja. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP hielt ihre Anwesenheit am 7. Januar 2026 vor der Kirche in Saint-Tropez fest, es ist die einzige bekannte Aufnahme von ihr.

Marco Koehler
Marco Koehlerhttps://newzire.de/
Ich bin Marco Koehler, Journalist aus Berlin und Gründer von Newzire. Mein Handwerk habe ich in den Redaktionen mehrerer lokaler und regionaler Verlage gelernt, wo ich rund acht Jahre lang in nahezu jedem Ressort gearbeitet habe, von Kommunalpolitik und Gerichtsberichten über Wirtschaft und Sport bis zu Reportagen über bekannte Persönlichkeiten. Bei Newzire setze ich diese Bandbreite fort: Politik und Wirtschaft, Sport und Tagesaktuelles aus Deutschland und der Welt, dazu Society und Boulevard, Lifestyle, Kultur und die gesellschaftlichen Debatten, die das Land gerade beschäftigen. Die Seite ist am 14. Mai 2026 online gegangen. Ich verantworte sie als Chefredakteur und Hauptautor, unterstützt von einem festen Team aus Redakteurinnen, Redakteuren und Rechercheuren, die Quellen prüfen und Fakten gegenlesen, bevor ein Beitrag erscheint. Mein Grundsatz beim Schreiben ist über die Jahre der gleiche geblieben: erst die Quelle, dann die Geschichte.

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