Marcus Bucklitsch war zwölf Jahre mit Claudia Pechstein verheiratet, Deutschlands erfolgreichster Winter-Olympionikin. Er war Ringer, Bundesgrenzschützer aus Suhl und über mehr als ein Jahrzehnt der Mann an der Seite einer der bekanntesten Sportlerinnen des Landes.
Inhaltsverzeichnis
Wer ist Marcus Bucklitsch?
Marcus Bucklitsch, in einigen Quellen auch als Markus Bucklitsch geführt, ist der ehemalige Ehemann von Claudia Pechstein. Er wurde um 1976 in Suhl geboren, einer Stadt im Süden Thüringens, und ist damit etwa vier Jahre jünger als Pechstein, die am 22. Februar 1972 in Berlin-Marzahn zur Welt kam.
Bucklitsch war ehemaliger Ringer und absolvierte seinen Dienst beim Bundesgrenzschutz, der 2005 in Bundespolizei umbenannt wurde. Dort lernte er Claudia Pechstein kennen.
Bundesgrenzschutz: Wo sich ihre Wege kreuzten
Der Bundesgrenzschutz unterhielt in den 1990er-Jahren Sportfördergruppen, in denen Leistungssportler ihren Dienst ableisten konnten, ohne ihre Trainingsroutine aufzugeben. Claudia Pechstein, die dort zur Polizeihauptmeisterin ausgebildet wurde, absolvierte ihre Dienstzeit parallel zu ihrer Karriere als Eisschnellläuferin. Marcus Bucklitsch war als Ringer Teil derselben Institution.
Aus diesem gemeinsamen Umfeld entwickelte sich eine Beziehung, die am 12. September 1998 mit der Hochzeit im Roten Rathaus in Berlin ihren öffentlichen Anfang nahm.
Hochzeit im Roten Rathaus: 12. September 1998
Die Trauung fand im Roten Rathaus in Berlin-Mitte statt. Unter den Gästen waren Pechsteins Eltern Monika und Andreas Pechstein sowie Bucklitschs Mutter Kerstin Bucklitsch. Wenige Monate zuvor hatte Claudia Pechstein bei den Olympischen Winterspielen in Nagano Gold über 5.000 Meter gewonnen, ihr erster olympischer Titel. Die Ehe begann auf dem Höhepunkt ihrer ersten großen Karrierephase.
Pressebilder der Hochzeit sind in den Archiven von ullstein bild und Getty Images dokumentiert. Bucklitsch trat an diesem Tag nicht als öffentliche Person auf, ein Muster, das sich über die gesamte Dauer der Ehe fortsetzte.
Die Ehejahre: 1998 bis 2009
Die zwölf Jahre, in denen Claudia Pechstein und Marcus Bucklitsch verheiratet waren, umfassen die produktivste Phase ihrer Sportkarriere.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1998 | Olympiagold in Nagano über 5.000 m, Heirat im September |
| 2002 | Zwei Goldmedaillen in Salt Lake City, beide mit Weltrekord |
| Dez. 2002 | Gemeinsamer Auftritt bei der Wahl zum Sportler des Jahres in Baden-Baden |
| 2006 | Olympiasieg in Turin |
| Feb. 2009 | ISU verhängt Zweijahressperre wegen erhöhter Retikulozytenwerte |
Während Pechsteins Name in dieser Zeit regelmäßig durch die deutschen Sportredaktionen lief, trat Bucklitsch zu keinem Zeitpunkt öffentlich als ihr Ehemann in Erscheinung. In keiner der großen Berichterstattungsphasen rund um Pechsteins Karriere findet sich ein Interview mit ihm, eine Aussage oder ein Statement.
Februar 2009: Die Sperre und Marcus Bucklitsch
Im Februar 2009 sperrte die Internationale Eislaufunion ISU Claudia Pechstein für zwei Jahre, nachdem bei Kontrollen erhöhte Retikulozytenwerte festgestellt worden waren. Die Entscheidung löste in Deutschland eine breite öffentliche Debatte aus. Pechstein bestritt den Vorwurf von Beginn an und verwies auf eine vererbte Blutanomalie, die dehydrierte hereditäre Stomatozytose, die ihr Vater ihr weitergegeben hatte.
In ihrer Autobiografie „Von Gold und Blut: Mein Leben zwischen Olymp und Hölle“, erschienen am 8. November 2010 im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, beschrieb Pechstein auf Seite 138, was in den Wochen nach der Sperre in ihr vorging. Der Nachrichtenagentur dpa lag der Vorabdruck vor. Sie schrieb darin, dass sie im März 2009 gemeinsam mit Marcus Bucklitsch daran dachte, von einer Autobahnbrücke zu springen. Ein Sprung, ein Sturz, ein harter Aufprall, und schon ist es vorbei, so ihre Worte im Buch.
Bucklitsch war in diesem Moment an ihrer Seite. Öffentlich hat er sich dazu nie geäußert.
Trennung 2010
Im Sommer 2010 gab Claudia Pechstein bekannt, sich von Marcus Bucklitsch getrennt zu haben. Zeitgleich wurde öffentlich, dass Matthias Große, ein Berliner Immobilienunternehmer, der Pechstein nach der Dopingsperre kennengelernt und ihr Unterstützung angeboten hatte, nun ihr Lebensgefährte war.
Bucklitsch äußerte sich zu der Trennung nicht. Während Pechstein in einem 480-seitigen Buch ihre Sicht auf die Sperre, die Gerichtsverfahren und die Jahre davor öffentlich aufarbeitete, blieb ihr Ex-Mann ohne jede öffentliche Reaktion.
Scheidung 2014 in Suhl
Die formelle Scheidung wurde im März 2014 in Suhl vollzogen, Bucklitschs Heimatstadt. Als Rechtsvertreter in diesem Verfahren hatte er Dr. Peter-Michael Diestel gewählt, Rechtsanwalt und ehemaliger Politiker. Diestel war von April bis Oktober 1990 der letzte Innenminister der DDR unter Ministerpräsident Lothar de Maizière und hatte die DDR in den Verhandlungen zum Einigungsvertrag vertreten. Seit 1993 betreibt er eine Anwaltskanzlei mit Standorten in Potsdam, Berlin und weiteren Städten.
In seiner Anwaltspraxis hatte Diestel zuvor unter anderem Personen vertreten, denen Doping im DDR-Sport vorgeworfen worden war. Die Scheidung in Suhl verlief ohne öffentliche Erklärungen, ohne Medienberichte über Bucklitsch und ohne jede Stellungnahme seinerseits.
Nach der Trennung: Kein öffentliches Wort
Nach 2010 führte Claudia Pechstein einen der längsten Rechtsstreite in der deutschen Sportgeschichte. Sie klagte gegen die ISU auf Schadensersatz, scheiterte zunächst in mehreren Instanzen, und erzielte schließlich 2025, mehr als 16 Jahre nach der Sperre, eine außergerichtliche Einigung. Matthias Große wurde 2020 zum Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG gewählt. Der Fall Pechstein blieb ein wiederkehrendes Thema in der deutschen Sportpresse.
Marcus Bucklitsch hat in all diesen Jahren öffentlich kein einziges Wort dazu gesagt. Trainer, Verbandsfunktionäre, Betreuer und frühere Wegbegleiter Pechsteins veröffentlichten ihre jeweiligen Einschätzungen zu dem Fall. Von ihrem früheren Ehemann ist kein einziges dokumentiertes Zitat bekannt, kein Gespräch mit einem Journalisten, keine schriftliche Reaktion auf das, was in dieser Zeit öffentlich über Pechstein verhandelt wurde.
Marcus Bucklitsch heute
Zum Stand 2026 gibt es keine öffentlich zugänglichen Informationen darüber, was Marcus Bucklitsch beruflich oder privat macht. Seit der Scheidung 2014 ist sein Name in keinem journalistischen Kontext mehr erschienen. Claudia Pechstein beendete im März 2025 mit 53 Jahren nach acht Olympia-Teilnahmen ihre aktive Karriere. Bucklitsch kommt in den Berichten darüber nicht vor.
Häufige Fragen zu Marcus Bucklitsch
Wer ist Marcus Bucklitsch?
Marcus Bucklitsch, auch als Markus Bucklitsch bekannt, ist der ehemalige Ehemann von Claudia Pechstein. Er stammt aus Suhl in Thüringen, war ehemaliger Ringer und diente beim Bundesgrenzschutz, wo er Pechstein kennenlernte.
Wann haben Claudia Pechstein und Marcus Bucklitsch geheiratet?
Die Hochzeit fand am 12. September 1998 im Roten Rathaus in Berlin-Mitte statt.
Wie lange waren Pechstein und Bucklitsch verheiratet?
Die Ehe dauerte zwölf Jahre. Die Trennung wurde im Sommer 2010 öffentlich bekannt gegeben, die Scheidung im März 2014 in Suhl vollzogen.
Warum hat sich Claudia Pechstein von Bucklitsch getrennt?
Öffentlich sind dazu keine Gründe kommuniziert worden. Zeitgleich mit der Bekanntgabe der Trennung wurde Matthias Große als Pechsteins neuer Lebensgefährte bekannt.
Wie alt ist Marcus Bucklitsch?
Er ist etwa vier Jahre jünger als Claudia Pechstein, die 1972 geboren wurde. Damit ist er um 1976 geboren und im Jahr 2026 etwa 49 oder 50 Jahre alt.
Was macht Marcus Bucklitsch heute?
Darüber gibt es keine öffentlich zugänglichen Informationen. Seit der Scheidung 2014 ist er in keinem medialen Kontext mehr aufgetaucht.

